Rudolf-Leski-Schule

Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum
mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung

An der Rudolf-Leski-Schule gestalten Jugendhilfe und Schule gemeinsam ganztägige Angebote. Unsere Schüler*innen werden in den Bildungsgängen der Grund-, Haupt-/Werkrealschule oder im Bildungsgang des Förderschwerpunkts Lernen unterrichtet. Am Ende von Klasse 9 besteht die Möglichkeit, einen Hauptschulabschluss zu erwerben. Wir arbeiten auf die Rückschulung unserer Schüler*innen an eine allgemeine Schule hin.
Einige unserer Schüler*innen werden in inklusiven Settings an Partnerschulen unterrichtet. Sie werden dabei von unseren Lehrkräften unterstützt.
Zur Aufnahme benötigen Schüler*innen einen vom Staatlichen Schulamt festgestellten Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot.

Primarstufe

Multiprofessionelle Angebote für Schüler*innen der Klassenstufen 1-4 in unseren beiden Lernfamilien.

Unserem „Lernfamilien-Modell“ liegt die Idee der ganztägigen Betreuung der Schülerinnen an bis zu vier Nachmittagen zugrunde. Die Kinder werden in der Regel von zwei Sonderpädagog*innen und zwei Jugendhilfemitarbeiter*innen unterrichtet und betreut. Auch Gespräche, Elternabende, Ausflüge, Hilfe- und Förderplanung werden kooperativ ausgeführt.

Diese besonders enge Verzahnung zwischen Schule und Jugendhilfe führt zu einem familiären Klima. Es wird ein sicheres Umfeld geschaffen, in welchem die Kinder nicht nur von reiner Wissensvermittlung profitieren, es werden darüber hinaus auch Sozial- und Alltagskompetenzen vermittelt. Ziel ist ein ganzheitliches Bildungsangebot mit der Verknüpfung verschiedener Lebens- und Bildungsbereiche, das individuell den Fähigkeiten und Bedürfnissen der einzelnen Schüler*innen gerecht wird. Den Rahmen bilden ein fester Tagesablauf, Stundenplan, Rhythmisierung von Lern- und Spielphasen sowie Ritualen, die den Kindern Struktur und Sicherheit geben.

Sekundarstufe I

Angebote für Schüler*innen der Klassenstufen 5-9


Klassen 5-9

Unterricht

Unsere Schüler*innen werden individuell und zieldifferent unterrichtet. Mit Hilfe von unterschiedlichen Unterrichtsmethoden, wie Wochenplänen, Freiarbeitsmaterialien, Lerntheken oder Stationenarbeit kann jede*r Schüler*in individuellen Zugang zum Lernen finden.

Die Schüler*innen sollen sich bei uns wohl fühlen und gerne zur Schule kommen. Deshalb ist uns ein enger und sehr persönlicher Kontakt zu den Schüler*innen und ihren Familien wichtig. Um diesen Bezug zu verstärken, bieten wir in regelmäßigen Abständen Ausflüge und Schulhausübernachtungen an, damit die Schüler*innen positive Emotionen mit der Schule verknüpfen können.

Am Nachmittag nehmen die Schüler*innen an unserem flexiblen Bildungsangebot (FBA) teil, das gemeinsam von Schule und Jugendhilfe gestaltet wird. Der zeitliche Umfang orientiert sich an den Bedürfnissen der Schüler.

An Wahlangebots-Nachmittag haben die Schüler*innen die Möglichkeit den Unterricht ihren Interessen nach zu wählen. Sie können z.B. zwischen Imkern, Sport, Fahrradwerkstatt, Schülerzeitung, Musik und vielem mehr wählen.

Eine weitere Besonderheit ist, dass die Schüler*innen die Möglichkeit haben an der Schülerband teilzunehmen. Die Schüler*innen erleben sich dort als selbstwirksam und haben Zugang zu vielseitigem Instrumentalunterricht.

In den Pausen, die alle Schüler*innen gemeinsam verbringen, versorgen wir uns selbst durch einen täglichen Pausenverkauf.  Dabei sammeln die Schüler*innen Erfahrungen im Umgang mit Nahrungsmitteln und deren Zubereitung sowie dem Verkauf von Speisen. Das dadurch eingenommene Geld können die Klassen für Ausflüge und andere Aktivitäten verwenden.

Klasse 5-6

Eine besondere Herausforderung für unsere Schüler*innen ist der Übergang von der Primarstufe in die Sekundarstufe I. Durch Rituale, feste Strukturen, Belohnungssysteme sowie flexible Bewegungszeiten erleichtern wir diesen Übergang. Enge Absprachen und Übergaben aus der Primarstufe erleichtern den Wechsel.

Ab Klasse 5 ist eine Teilnahme am bundesweiten „Sozialen Tag“ eine erste Möglichkeit, sich in verschiedenen Berufsfeldern umzusehen. Die Schüler*innen besuchen für einen Tag einen Betrieb und ihre Arbeitszeit wird mit einer Spende entlohnt.

Klasse 7

In Klasse 7 vertieft sich diese Berufsorientierung. Betriebe oder Unternehmen werden besichtigt. Außerdem findet die Kompetenzanalyse Profil AC statt. Dabei sollen die Kompetenzen der Schüler*innen herausgearbeitet werden, um diese gezielt fördern zu können. Zusammen mit Interessen können sich erste geeignete Berufsvorstellungen entwickeln.

U.a. im Technikunterricht werden Produkte für den Weihnachtsmarkt in Tübingen produziert, auf dem die Rudolf-Leski-Schule jährlich einen Stand hat. Somit erhalten die Schüler*innen auch Einblicke in Verkauf und Marketing sowie in die verschiedenen Berufsfelder.

Klasse 8/9
Ab der achten Klasse startet die Berufsorientierung der Schüler*innen in Form von Block- und Tagespraktika. Individuell kann das auch schon früher möglich gemacht werden. Die Schüler*innen können so verschiedene Berufsfelder kennenlernen und sich anschließend mit ihren Erfahrungen, Kompetenzen und Interessen besser auf dem umfangreichen Arbeitsmarkt zurechtfinden.

Durch intensive Begleitung werden die Schüler*innen im Übergang Schule – Beruf individuell unterstützt. Am Ende der Klasse 9 kann der Hauptschulabschluss erworben werden.

*2-Klasse

In unserem intensivpädagogischen Angebot, der *2-Klasse werden Schüler der Klassenstufen 7-9 unterrichtet.

In einer von gegenseitigem Vertrauen, Respekt und Akzeptanz getragenen Atmosphäre versuchen wir teilweise hoch belasteten Jugendlichen Auswege aus gescheiterten Schulkarrieren und einer negativen Lebenseinstellung aufzuzeigen. Unser Ziel ist es, diese Jugendlichen wieder an eigenverantwortliches Lernen heranzuführen und so die Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe zu schaffen.

Wir konzentrieren uns auf Stärken der Schüler und suchen nicht nach ihren Schwächen. Wir respektieren ihre Träume, holen sie aber auf den Boden der Tatsachen. Gemeinsam erarbeiten wir Ziele, die die Jugendlichen mit unserer Begleitung und Unterstützung ansteuern. Die an der Betreuung, Erziehung und Bildung der Jugendlichen Beteiligten arbeiten eng zusammen. Diese Zusammenarbeit ist für sie transparent und nachvollziehbar.

Außenstelle Steinlachtal

Das Angebot richtet sich an Kinder der Klassenstufen 1 bis 4. Die Kinder werden in zwei altersgemischten Klassen von einem Team aus Sonder-, Schul- und Sozialpädagogen unterrichtet.

Die Klassen sind vor allem in den Hauptfächern doppelt besetzt, damit entsprechend der unterschiedlichen Lernniveaus differenzierte Angebote stattfinden können.

Untergebracht sind wir im „Alten Schulhaus“ im Mössinger Teilort Öschingen.

Die unmittelbare Nähe zur benachbarten Filsenbergschule (Grundschule) ermöglicht es uns, die dortigen Fachräume und die Turnhalle mitzubenutzen.

Der Stadtteil Öschingen liegt nordöstlich von Mössingen in Mitten von Streuobstwiesen am landschaftlich reizvollen Albtrauf, umgeben von Natur- und Landschaftsschutzgebieten.

Schulleben

Artikel der Schülerzeitung, Arbeiten von Schüler*innen, Berichte und Impressionen von Veranstaltungen.

Graffiti am Wasserspeicher
Schüler-Graffiti „LOVE“ am Wasserspeicher in Tübingen-Pfrondorf

Seit dem Schuljahre 2019/20 beschäftigten sich die Schüler unserer IH-Klasse und des „Wahlfaches Kunst“  intensiv mit dem Bereich Graffiti, zu welchem als Teil einer vielschichtigen Jugendkultur auch der Hip-Hop und ein entsprechendes Styling gehören.

Im Kunstunterricht wurden verschiedene Künstler*innen und Stile vorgestellt und kopiert. Übungen zu Farben und Formen schlossen sich an. Es entstanden eigene Skizzen und Entwürfe. Die Schüler lernten, an einem Thema konzentriert zu arbeiten und kleine Heftzeichnungen als Vorlagen für große Malereien zu nutzen. Die Schüler entwickelten ein Gefühl für passende Inhalte an einem öffentlichen Ort. Die Fragen: „Was ist legal oder illegal am Sprühen und warum ist es wichtig, eine Erlaubnis einzuholen, wenn man eine Wand bemalt“, wurden dabei diskutiert.

Mit der Unterstützung von Frau Nielebock als Kunstlehrerin und in Abstimmung mit Felix Schwarz, dem Tübinger Graffiti-Künstler, wurden die verschiedenen Gemälde der Schüler zu einer großen Arbeit zusammengeführt und am Wasserspeicher der Stadtwerke bei Pfrondorf mit der besonderen Form gesprüht. Durch die Pandemie bedingten Einschränkungen verzögerte sich die Arbeit am Projekt. Ende des vergangenen Schuljahres konnte sie aber erfreulicherweise doch zu Ende geführt werden.

Kurz vor der Einfahrt zur Schule können unsere Schüler nun täglich das Ergebnis ihrer eigenen Arbeit, ihrer Kreativität „erleben“.

Logo

Ein herzlicher Dank gilt auch unserem externen Sponsor, den Stadtwerken Tübingen, die unseren Schülern diese positive Auseinandersetzung und Erfahrung ermöglicht haben.

 

Unsere Schüler bei der Arbeit
Entwürfe & einzelne Elemente
Klasse 7 restauriert über 100 Jahre alte Apfelpresse

Im Februar 2021 haben wir eine antike Apfelpresse geschenkt bekommen. Sie ist ungefähr über 100 Jahre alt, das genaue Alter ist aber unbekannt.
Bis September haben wir sie jede Woche im Technik-Unterricht restauriert: wir haben sie geschliffen, gesandstrahlt und abgeflext. Manche Teile, wie den Trichter, mussten wir auch komplett neu bauen. Jetzt ist sie wieder voll funktionsfähig!
Im September haben wir eine ganze Woche mit der Apfelernte und der Vorbereitung eines Apfelfests verbracht. Dafür haben wir über eine Tonne Äpfel gesammelt. Das hat ca. 600 Liter Apfelsaft ergeben. Zum Schluss konnten wir dann das Apfelfest feiern, mit selbstgebackenem Apfelkuchen und Zwiebelkuchen. Es durften alle Schüler der ganzen Schule zugucken und sogar selber pressen. Anschließend bekamen sie ein Glas Apfelsaft zum Verkosten.
Jetzt steht die Presse wieder im Technik-Raum und wartet auf ihren nächsten Einsatz.

5-Liter Apfelsaft können bei Herrn Armbruster für 8€ gekauft werden.
Ihre Bestellung können Sie an r.armbruster@rudolf-leski-schule.de schicken.

Mika S. & Janosch H. im Oktober 2021

Digitale Angebote

RLS-Moodle Lernplattform für Schüler*innen und Mitarbeiter*innen

MOODLE-APP für android

MOODLE-APP für iOS


schul.cloud RLS Kollaborativer Messenger-Dienst für Schulen
für Schüler*innen, Eltern, Betreuer*innen und Mitarbeiter*innen

schul.cloud-APP für android

schul.cloud-APP für iOS


ANTON RLS Lern-App für Schulen für Schüler*innen und Lehrer*innen

ANTON-APP
für android

ANTON-APP
für iOS


Zugangsdaten können über die Mitarbeiter*innen beantragt werden.

Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
Informationen rund um das Schulsystem und den Schulbetrieb in Baden-Württemberg

Rudolf-Leski-Schule
Hägnach 3
72074 Tübingen (Teilort Pfrondorf)

Ansprechpartner*innen

Sekretariat
Elisabeth Schmid-Rinker
poststelle@rudolf-leski.schule.bwl.de
Telefon: 07071/883-140
Telefax: 07071/883-150

Schulleitung
Jochen Rein
schulleitung@rudolf-leski.schule.bwl.de
Telefon: 07071/883-141

Stellvertretende Schulleitung
Axel Kugel
ssl@rudolf-leski.schule.bwl.de
Telefon: 07071/883-142

Bereichsleitung schulnahe Jugendhilfe
Markus Conrad
markus.conrad@sophienpflege.de
Telefon: 07071/883-144

Weitere Ansprechpersonen